Lernen 2025

Wir blicken einer spannenden Zukunft entgegen. Im Jahr 2025 wird SOEE mit einem gewaltigen Wissen ausgestattet sein, das universell und verschiedentlich kombiniert einsetzbar ist. Nahezu jeder Schüler, Auszubildender und Student ist mit einem mobilen Endgerät ausgestattet und lernt effektiver.

Die erfolgreiche Ausrichtung und Umsetzung der Digitalität im Bildungsbereich lässt sich erst dann bestätigen, wenn die herrschenden Bildungsstrukturen modernisiert werden.

Die folgenden Entwicklungen sind die logische Konsequenz und Fortsetzung der Doctrina 2020.

Schule als Wissenshort

Die starre Organisationsstruktur an Schulen ist historisch gewachsen und konnte, mangels Alternativen, nicht optimiert werden. Nun aber sind Jahrgangsklassen und Schulfächer überholt, sie wurden durch den Persönlichen Bildungsindex (s. Kapitel Persönlicher Bildungsindex und berufliche Orientierung) ersetzt. Anstelle derer treten Kurse, Seminare, Kolloquien und Veranstaltungen. Lehrer bieten Kurse an, an denen Schüler frei teilnehmen können. Andere öffnen die Pforten ihres Fachgebiets während der gesamten Schulzeit und stellen die dortigen Innovationen zur freien Verfügung.

Unterricht kann nicht mehr ausfallen, da er in der klassischen Form nicht mehr existiert. Daraus folgt, dass auch Vertretungslehrer nicht mehr benötigt werden.

Schüler verlassen die Schule nicht mehr mit einer wenig aussagenden Benotung, sondern mit ihrem Persönlichen Bildungsindex, der ihr Wissen tatsächlich zertifiziert.

Der Numerus clausus, ein Behelf für Kapazitätsengpässe, entfällt. Studenten können Vorlesungen standortunabhängig und live (oder nachgelagert) verfolgen, ohne anwesend sein zu müssen.

Der Lehrcoach

Die klassische Lehrkraft unterrichtet nicht mehr nur den Lernstoff, sondern die Schüler; der Frontalunterricht wird ersetzt durch Coaching und setzt Ziele. Der Coach unterstützt sie beim Lernen, Forschen und Entdecken und kann sich mehr ihrer Entwicklung widmen. Daraus ergeben sich auch Möglichkeiten für eine effizientere Bildung, bspw. durch Ressourcenorientierung: Lernende generieren Wissen durch ungeordnete Informationen, die ihnen der Lehrcoach bereitgestellt hat.

Soft Skills fördern

Die digitale Transformation und ihre Freiheiten, die sie bspw. durch mobiles und unabhängiges Arbeiten bietet, stellt ihre Nutzer vor neue Herausforderungen. Soft Skills wie Eigenverantwortung, Disziplin, Flexibilität und Eigenschaften, wie dauernde Erreichbarkeit oder digitales Verständnis werden wesentlich. Hier gilt die Förderung durch den Lehrcoach in ebendiesen Eigenschaften, damit der Lernende verantwortungsvoll mit der digitalen Umwelt umgehen kann.